Ernährung

Ernährung für Hunde mit PSS

Eine spezielle Diät ist für Hunde mit Lebershunt absolut notwendig. Die Diät soll folgendes erzielen: Die Produktion von Toxinen (Giftstoffen) muß reduziert werden und die Aufnahme von Toxinen aus dem Darm soll verringert werden, gleichzeitig muß sie den Hund ausreichend mit Energie und Nährstoffen versorgen.

Viele Toxine die im Darm produziert werden sind eine Folge des Proteins. Bei der Aufspaltung von Protein entsteht zB. als Nebenprodukt Ammoniak. Daher muß die Diät einen wesentlich geringeren Proteinanteil enthalten als im Futter für einen gesunden Hund. Der Hund braucht aber gleichzeitig auch Protein. Für einen Hund mit PSS ist es deshalb wichtig, dass das Protein qualitativ hochwertig und hoch verdaulich ist. Am besten geeignet sind Milch- und Pflanzenproteine. Der Proteingehalt sollte auf 18 % i.d.Tr. begrenzt sein.

Der Handel stellt einige Fertigprodukte zur Verfügung die über den Tierarzt zu beziehen sind. Royal Canin Hepatic und Renal und Hills L/D und K/D. Die Sorten gibt es jeweils als Trockenfutter und als Dosenfutter. Diese werden aber vielfach kritisch gesehen, da sie nicht auf die Bedürfnisse von Shunthunden ausgelegt sind.

Generell gilt den Hund mehrmals täglich in kleinen Portionen zu füttern.

Viele Hunde mit PSS sind aber sehr mäkelige und schlechte Fresser. Oft muß man das Futter deshalb auch selber zusammenstellen, damit man den Hund überhaupt dazu bekommt etwas zu sich zu nehmen.Das ermöglicht es auch individueller auf seinen Hund einzugehen.

Gut geeignet sind Nudeln, Kartoffeln, Weizen, Reis und ähnliches. Gemüse wie Möhren, Pastinaken etc., geringe Mengen Obst. Der Proteinanteil sollte zu einem sehr hohen Anteil aus Milchprotein gedeckt werden, wie Hüttenkäse, Quark und Joghurt. In geringen Mengen hartgekochte Eier, und wenig mageres hochwertiges Fleisch oder nicht fettiger Fisch. Es gibt sehr gute Erfahrungen mit einer komplett fleischlosen Ernährung. In Abstimmung mit dem behandelnden Tierarzt sollte auch über den Einsatz von Vitaminpräperaten nachgedacht werden.

Manchmal hilft es auch, das Fertigfutter etwas zu ergänzen, zum Beispiel mit einem Löffel Hüttenkäse, Gemüse oder mit selbstgekochter Fleischbrühe.

Wichtig zu erwähnen ist, dass die Diät zwar zum Ziel hat die Symptome zu vermindern, und diese zum Teil auch erheblich verbessert, aber die Ursache “Shunt” wird dadurch nicht beseitigt. Die Diät  ist eine Mangelernährung und sollte zur Stabilisierung und Überbrückung der Wartezeit auf einen OP Termin angewendet werden, stellt aber keine dauerhafte Lösung dar.

 

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